Was ist eine Aktie und wofür ist Sie gut?

Nun, salopp formuliert: Eine Aktie ist ein Anteil an einer Firma. Du kannst Dir das ein wenig wie „geschnittenes Brot“ vorstellen: Stelle Dir vor eine Firma ist ein Laib Brot und Du kaufst beim Bäcker von diesem Laib 2 Scheiben. Dann hast Du 2 Anteile des ganzen Brotes gekauft. Dann bist Du somit Anteilseigner! Was heißt das nun im realen Leben? Stell Dir vor, Da ist Firma XY. Diese Firma produziert ein Produkt, idealerweise eines, dass sehr oft genutzt wird und begehrt ist (Brot?). Dann haben wir 2 tolle Zustände: 

1. Die Firma selbst hat mit Ihrem Inventar einen Wert (Backstube, Ofen, diverse Backutensilien) 

2. Die Firma produziert Gewinne, die auch zum Wert und zur Wertsteigerung beitragen (sie verkauft das gebackene Brot, sie kriegt sozusagen ganz schön was gebacken) 

Aktien sind Firmenanteile

Was heißt das genau? Nun diese Firma besteht aus z. B. einer Fabrikanlage, hat diverse Maschinen zur Herstellung. Eventuell gehören auch Roboter dazu, etc. Alles, was die Firma  benötigt, um das Produkt herzustellen und zu verkaufen, stellt einen Teil des Wertes der Firma dar, ist also Teil des Firmenvermögens. Hinzu kommen in vielen Fällen sogar offiziell bestätigte geistige Werte: Hier zählt man allgemein Patente hinzu. Diese Patente sind oft mit das Wertvollste im Firmenvermögen, da ein Patent entscheidend die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg einer Firma in der Zukunft sichern kann.

Ein Beispiel hierzu: Viele Menschen kennen das Medikament Aspirin. Dieses wird im Original von der Firma Bayer hergestellt. Nun hat Aspirin, weil es ein wichtiges Problem für viele Menschen lösen konnte, Bayer sehr große Gewinne eingebracht. Nun konnte Bayer nicht nur das Produkt Aspirin gewinnbringend verkaufen, sondern auch die Rechte der Patentnutzung an andere Firmen verkaufen, die dann sogenannte Nachahmer-Versionen von Aspirin produzieren und verkaufen durften, solange sie die Lizenzgebühren dafür an Bayer zahlten.

Bayer wiederum konnte diesen 2. Weg der  Geldeinnahme nutzen, weil es das Wissen um den Wirkstoff, dass die Mitarbeiter in jahrelanger Forschung entdeckt hatten, verkaufte. Hier möchte ich noch ergänzen: Irgendwann lief nach Jahrzehnten auch dieser Patentschutz aus und andere Firmen durften den Wirkstoff lizenzfrei selbst verkaufen. Trotz dieses Umstands verdient Bayer weiter kräftig, da sich Bayer mit Aspirin eine wertvolle Marke aufgebaut hat, auf die viele Menschen vertrauen… 

Aktien, eine leichte Chance Gewinn zu erzielen oder doch eher großes Verlustrisiko
Fall und Anstieg einer Aktie

Diese Vorgehensweise kannst Du auf sehr viele Bereichen übertragen. Man denke nur alleine an die Automobilindustrie. 

Eine Aktie ist nun ein kleiner Anteil an der jeweiligen Firma und dem erwirtschafteten Gewinn. Hast Du eine Aktie, besitzt Du sozusagen einen kleinen Teil dieser Firma und wirst idealer weise an dem erwirtschafteten Gewinn beteiligt. Besitzt Du mehrere Aktien, ist Dein Teilbesitz an der Firma dementsprechend größer und Du wirst auch mehr am Gewinn beteiligt. 

Die Aktienkurse fallen und steigen aber doch ständig…? 

Absolut richtig. Warum ist das so und vor allem, warum ist das gut? 

Angebot und Nachfrage im Aktienkurs

Ganz einfach: eine uralte marktwirtschaftliche Regel lautet: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Gibt es mehr Angebot, für das sich weniger Menschen interessieren, fällt der Preis. Gibt es ein sehr geringes Angebot, für das sich viele Menschen interessieren, so steigt der Preis. 

Einfach ausgedrückt: Wenn viele Menschen an der Börse im Besitz einer bestimmten Aktie sind und diese verkaufen möchten, es aber sehr wenige interessierte Käufer dafür gibt, so fällt der Aktienkurs. Gibt es wenige Verkäufer, die wenige Aktien einer bestimmten Firma verkaufen möchten, aber sehr viele Käufer möchten diese wenigen Aktien kaufen, so steigt der Preis.

Das ist exakt das gleiche Prinzip wie beispielsweise wenn Du auf den Markt gehst, um Gemüse einzukaufen. Du möchtest gern z. B. Tomaten kaufen. Das Wetter in letzter Zeit war jedoch sehr schlecht, es sind kaum Tomaten gewachsen. Die Bauern haben eine sehr schlechte Ernte eingefahren. Es gibt kaum Tomaten. Es gibt auf dem Markt nun extrem viele Menschen, die gerne viele Tomaten kaufen wollen. Nun wird der Kilopreis für Tomaten in die Höhe schießen. 

Umgekehrt wird der Preis für Tomaten sehr billig sein, wenn eine Rekordernte stattfand. Die  Bauern wissen gar nicht wohin mit ihren Tomaten. Gleichzeitig interessiert sich kaum ein Kunde auf dem Markt für Tomaten, weil zum Beispiel gerade viele Menschen lieber Gurken essen wollen…

Exakt so spielt sich das auf dem Marktplatz für Aktien ab, der Börse. 

Deshalb sind die Kurse ständig in Bewegung, gehen hoch und runter. Der große Börsenmeister Andre Kostolany, dessen Bücher ich sehr empfehlen kann, beschrieb diese Situation in  seiner gewohnt humoristischen Weise einmal so: Ob die Preise an der Börse steigen oder fallen, hängt nur davon ab, ob zu diesem Zeitpunkt die „Zittrigen“ oder die „Mutigen“ in der Mehrzahl sind… 

Dieses ständige Auf und Ab eines Aktienkurses nennt man in der Fachsprache übrigens Volatilität. 

Und genau diese Volatilität ist das Geniale an den Aktien: Sie werden ständig gehandelt. Es gibt praktisch ununterbrochen, solange die Börse geöffnet hat, einen aktiven Handel mit Aktien. Und das ist super. Denn solange etwas nachgefragt ist, gibt es Käufer und Verkäufer. Und durch die heutige Technik kann man Aktien in Sekundenschnelle kaufen und verkaufen. 

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