Warum du auf Qualität statt Quantität deiner E-Mail-Liste achten musst

Wenn du noch am Anfang stehst, fühlst du dich wahrscheinlich manchmal mies, wenn Kollegen mit der Größe ihrer E-Mail-Liste prahlen. Auch wenn du ständig an deinem Listenaufbau arbeiten musst, so ist es besser, eine gut gepflegte kleine Liste zu haben, als eine große Kraut-und-Rüben-Liste. Worauf du achten musst, erfährst du hier in diesem Beitrag.

Absolutes no go: die Kraut-und-Rüben-Liste

Hier kommt als Erstes ins Spiel, dass die Liste deiner Zielgruppe entsprechen muss. Wenn du Hundefutter verkaufst, dann soll die Liste auch nur an Hundefutter Interessierte enthalten und nicht an Versicherungen oder Dating Interessierte, auch wenn du vielleicht noch Adressen zu diesen Themen hast. Natürlich wird sich der eine oder andere auch für dein aktuelles Thema interessieren, aber du musst die Liste „sauber“ halten.

Komm auch ja nicht auf die Idee, Adressen aus deiner Zeit als Funktionär eines Tennis-Clubs in dein E-Mail-System zu importieren. Das könnte sogar zu unangenehmen Abmahnungen führen.

Auch vom Adressenkauf ist dringend abzuraten – außer du qualifizierst sie vorher durch ein korrektes Double-opt-in (etwa wenn du ein Freebie zu deinem aktuellen Thema anbietest, wofür sich dann natürlich nur derjenige einträgt, den das Thema auch wirklich interessiert).

Inaktive Adressen regelmäßig entfernen

Was nützt es dir, eine große Liste zu haben, wenn sie voller „Karteileichen“ ist – wie man früher zu sagen pflegte. Adressen, die mehrere Monate deine Mails weder geöffnet noch geklickt haben gehören nach einem „Aufweck-Versuch“ entfernt, wenn sie darauf nicht reagieren.

Ebenso musst du jene Adressen, die sich aus deiner Liste abgemeldet haben, regelmäßig löschen, da sie sonst der Reputation deiner Absender-Adresse schaden.

Schau dir daher auch regelmäßig deine Öffnungs- und Klickraten an. Wenn die sehr niedrig sind, du aber sicher bist, dass deine Betreffzeilen und deine Mails interessant sind, dann ist zu vermuten, dass du viele Leichen in der Liste hast. Nur wenn die Liste „sauber“ ist, sind diese Richtwerte auch wirklich aussagekräftig.

Wie oft soll ich Mails versenden?

Gute Frage. Das hängt natürlich in erster Linie von deinem Thema bzw. deiner Zielgruppe ab. An Yoga und ähnlichen Themen Interessierte sind da vermutlich wesentlich empfindlicher als Interessenten an „Geld verdienen im Internet“.

Auch hängt es davon ab, ob deine Liste schon älter ist oder du erst am Anfang stehst. Als Einsteiger würde ich z.B. maximal eine Mail, höchstens zwei pro Woche versenden. Wenn du deine Liste schon lange betreibst, kannst du ruhig jeden zweiten Tag oder sogar täglich eine Mail versenden, hängt aber auch hier von deinem Thema ab.

Bei den oben erwähnten Yoga- und ähnlichen Gruppen solltest du dann auch weniger marktschreierisch auftreten, sondern größeres Gewicht auf Mehrwert in deinen Mails legen. Den Mehrwert solltest du dir überhaupt zur Maxime machen. Deine Mails sollen aus einer guten Mischung zwischen Werbung und guten Tipps für den Leser bestehen.

Wie mit Austragungen umgehen?

Wenn du noch eine kleine Liste hast, dann tun Austragungen verdammt weh. Aber tröste dich: Wer sich bei dir austrägt, hätte sowieso nie etwas bei dir gekauft. Also weine ihm/ihr keine Träne nach.

Hier gilt dann auch: Je öfter du Mails versendest, umso eher werden sich Leute austragen. Da musst du den richtigen Rhythmus herausfinden, indem du die Zahlen beobachtest, besonders dann, wenn du noch am Anfang stehst. Daher – wie schon oben erwähnt – anfangs lieber weniger Mails verschicken und Vertrauen aufbauen und dann schön langsam die Schlagzahl erhöhen.

Wenn du viele Austragungen hast, solltest du auch deine Betreff-Zeile prüfen, ob sie auch deiner Liste entspricht.

A/B-Split Testen

Ab einer Listengröße von mindestens 1000 und größer macht es dann Sinn, bei der Betreff-Zeile einen A/B-Splittest zu machen. Dabei werden z.B. 100 Mails mit Betreff A und 100 Mails mit Betreff B versendet. Nach einer bestimmten Zeitspanne (1 – 2 Stunden) wird gemessen, bei welcher Betreff-Zeile die meisten Öffnungen bzw. Klicks waren. Diese Mail wird dann an den Rest der Liste versendet.

Bei kleineren Listen sind solche A/B-Split Tests nicht aussagekräftig und daher auch nicht sinnvoll.

Ein Autoresponder, der A/B-Split Tests anbietet, ist z.B. Quentn, das du 14 Tage lang kostenlos testen kannst.

Mailvorlagen

Im Affiliate Marketing bekommst du meistens von den Vendoren schon fix und fertige Mail-Vorlagen zur Verfügung gestellt. Das ist zwar sehr hilfreich, ich rate dir aber, diese Mails nicht 1:1 zu übernehmen, sondern den Text so umzuschreiben, wie du es ausdrücken würdest.

Besonders bei einem Launch erhält man oft zeitgleich von mehreren Kontakten dieselbe wortgleiche Mail, sogar noch mit demselben Betreff. Daran kannst du ablesen, dass sich die Absender nicht einmal die Mühe gemacht haben, eine eigene – persönliche – Mail zu verfassen und ihre persönliche Note einzubringen..

Nimm die zur Verfügung gestellten Mails als Anregung und mach dir die Mühe, sie umzuschreiben.

Wie komme ich überhaupt zu einer Liste?

Wenn du ein eigenes Produkt hast, macht es Sinn, sich einen Leadmagnet oder ein Freebie zu erstellen. Das kann ein E-Book, eine Checkliste, eine kleine Videoserie oder auch ein Webinar sein. Wer sich dann für dieses Freebie bei dir mittels eines Double-opt-in-Verfahrens einträgt, dessen Adresse = Lead hast du in deinem E-Mail-Account und kannst ihm immer weitere Angebote senden.

Wenn du Affiliate bist – also jemand, der kein eigenes Produkt hat, sondern „nur“ fremde Produkte empfiehlt -, dann brauchst du dich nicht mit der Erstellung eines eigenen Leadmagneten zu plagen, wie es dir die meisten Online Marketer weismachen wollen. Verwende einfach die Freebies anderer Marketer und greife vorher die Adresse ab. Wie das ganz einfach funktioniert, erfährst du in einem kostenfreien Online Seminar von mir – einfach gleich hier anmelden:

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